§ 1  -  Name, Sitz

 

Der Verein (im Folgenden: „Bruderschaft“) trägt nach Eintragung den Namen „St. Antonius Schützenbruderschaft Tönnishäuschen e.V.“ und hat seinen Sitz in Tönnishäuschen, 59227 Ahlen.

 

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

 

§ 2  -  Zweck der Bruderschaft

 

Die Bruderschaft hat den Zweck, das traditionelle Schützenwesen und dessen Brauchtum zu erhalten und zu pflegen. Mit seinen Aktivitäten will die Bruderschaft auch den Gemeinschaftsgeist und die Zusammengehörigkeit in Tönnishäuschen fördern. Sie verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Ziele im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.

 

Die Bruderschaft ist selbstlos tätig; sie verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

 

Mittel der Bruderschaft dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln der Bruderschaft.

 

Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Körperschaft fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

 

Die Bruderschaft ist parteipolitisch und konfessionell neutral.

 

Der seit der Gründung bestehende Leitspruch der Bruderschaft lautet:

 

„Gottesglaube, Biederkeit, in Treue fest und Einigkeit“.

 

§ 3  -  Mitgliedschaft

 

Die Bruderschaft besteht aus

 

a)         ordentlichen Mitgliedern

b)         Ehrenmitgliedern

 

Jede unbescholtene Person, die das 16. Lebensjahr vollendet hat, kann Mitglied der Bruderschaft werden.

 

Ehrenmitglieder sind Mitglieder, die von der Mitgliederversammlung (im Folgenden: „MGV“ genannt) zu Ehrenmitgliedern ernannt worden sind oder das 75. Lebensjahr vollendet haben.

 

Minderjährige müssen die Zustimmung beider Elternteile bzw. des Erziehungsberechtigten nachweisen.

 

Der Eintritt in die Bruderschaft muss beantragt werden. Über die Aufnahme entscheidet die MGV.  Jedes Mitglied erhält jährlich eine Mitgliedskarte und einmalig ein Exemplar der gültigen Satzung. Durch seinen Beitritt erkennt es die gültige Satzung uneingeschränkt an.

 

§ 4  -  Rechte und Pflichten der Mitglieder

 

Alle Mitglieder haben das aktive und passive Wahl‑ und Stimmrecht in den MGV. Die Mitglieder sind verpflichtet, die sich aus der Satzung, insbesondere aus der Zweckbestimmung der Bruderschaft, ergebenden Pflichten zu erfüllen.

 

§ 5  -  Beitrag

 

Der Jahresbeitrag wird auf der MGV festgesetzt und ist spätestens acht (8) Kalenderwochen vor dem Schützenfest zu entrichten. Ehrenmitglieder sind von der Beitragspflicht befreit.

 

§ 6  -  Beendigung der Mitgliedschaft

 

Die Mitgliedschaft endet:

 

a)         mit dem Tode des Mitgliedes

b)         durch freiwilligen Austritt

c)         durch Ausschluss

 

Der Austritt aus der Bruderschaft ist nur zum Schluss des Geschäftsjahres möglich. Er erfolgt durch Erklärung gegenüber einem Mitglied des Vorstandes.

 

Ein Mitglied kann aus der Bruderschaft jederzeit mit sofortiger Wirkung ausgeschlossen werden, wenn sein Verhalten in grober Weise gegen die Interessen der Bruderschaft verstößt. Über den Ausschluss entscheidet der Vorstand mit 2/3-Mehrheit.  

§ 7  -  Vereinsorgane

 

Die Organe der Bruderschaft sind:

 

1.         geschäftsführender Vorstand

2.         erweiterter Vorstand

3.         die MGV

 

§ 8  -  Vorstand

 

a)         Vorstandsmitglieder

 

            Der geschäftsführende Vorstand besteht aus:

 

            1.         1. Vorsitzenden

            2.         2. Vorsitzenden

            3.         Kassierer

 

            Der geschäftsführende Vorstand ist der Vorstand im Sinne des § 26 BGB. Jeder von ihnen ist einzeln zur Vertretung der Bruderschaft berechtigt. Der Umfang ihrer Vertretungsmacht wird in vermögensrechtlichen Angelegenheiten der Bruderschaft auf 10 % des Beitragesaufkommens im Einzelfall beschränkt.

 

            Erweiterter Vorstand

            1.       Schriftführer

            2.       Oberst

            3.       Major

            4.       Jungschützenführer

            5.       bis zu vier Beisitzern

           6.        Weitere Mitglieder können zur Vorbereitung und Durchführung des Schützenfestes und anderer Veranstaltungen vom Vorstand bestimmt und eingeladen werden. Sie haben beratende Funktionen.

 

b)         Zuständigkeit des Vorstandes

 

            Der Vorstand ist für alle Angelegenheiten der Bruderschaft zuständig. Er hat vor allem folgende Aufgaben:

 

            1.         Vorbereitung und Durchführung des Schützenfestes sowie alle anderen Veranstaltungen der Bruderschaft

            2.         Vorbereitung und Durchführung der MGV

            3.         Ausführung der Beschlüsse der MGV

            4.         Erstellung des Jahresprotokolls und des Kassenberichtes

 

c)         Amtsdauer der Vorstandsmitglieder

 

            Der 1. Vorsitzende, 2. Vorsitzende, Kassierer und Schriftführer werden von der MGV mit einfacher Mehrheit für die Dauer von vier (4) Jahren gewählt. Jedes Vorstandsmitglied ist einzeln zu wählen.

 

            Jährlich scheidet ein Vorstandsmitglied in folgender Reihenfolge aus:

            1. Vorsitzender, 2. Vorsitzender, Kassierer und Schriftführer.

            Wiederwahl ist zulässig.

 

            Die Beisitzer werden für zwei (2) Jahre gewählt; einmalige Wiederwahl ist zulässig.

 

            Scheidet ein Mitglied des Vorstandes vorzeitig aus, so kann der Vorstand einen Ersatz aus der Mitgliedschaft für die restliche Amtsdauer wählen.

 

d)         Jungschützenführer

 

            Der Jungschützenführer wird von den Jungschützen gewählt und muss von der MGV bestätigt werden.

 

e)         Beschlussfassung des Vorstandes

 

            Der Vorstand fasst seine Beschlüsse in Vorstandssitzungen, die vom 1. Vorsitzenden, bei dessen Verhinderung vom 2. Vorsitzenden, einberufen werden.

 

           Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte der Vorstandsmitglieder, darunter der 1. oder der

           2. Vorsitzende, anwesend sind.

 

            Abstimmungen erfolgen mit einfacher Mehrheit. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Leiters der Vorstandssitzung. Über die Beschlüsse des Vorstandes ist ein Protokoll zu führen und vom Sitzungsleiter zu unterschreiben. Die Niederschrift soll Ort und Zeit der Vorstandssitzung und die Namen der Teilnehmer, die

           gefassten Beschlüsse und die Abstimmungsergebnisse enthalten.

  

§ 9  -  Mitgliederversammlung

 

Im Geschäftsjahr hat mindestens eine MGV stattzufinden. Die Einberufung und die Leitung muss durch den 1. Vorsitzenden, im Falle seiner Verhinderung oder Unterlassung durch den 2. Vorsitzenden oder den Schriftführer erfolgen.

 

Eine außerordentliche MGV muss einberufen werden, wenn diese von mindestens 1/10 der Mitglieder beim Vorstand verlangt und schriftlich begründet wird.


 

Zu der MGV müssen die Mitglieder mindestens sieben (7) Tage vorher schriftlich oder durch Bekanntmachung in der örtlichen Presse eingeladen werden. Die Tagesordnung wird zu Beginn der Versammlung bekannt gegeben. Durch Mehrheitsbeschluss der Versammlung kann die Tagesordnung ergänzt werden.

 

Die MGV ist beschlussfähig, wenn 1/10 der Mitglieder anwesend ist. Bei der Beschlussfassung entscheidet die Mehrheit der erschienenen Mitglieder.

 

Die Kontrolle der Rechnungsführung obliegt den von der MGV dazu bestellten zwei Kassenprüfern. Diese geben dem Vorstand Kenntnis von dem jeweiligen Ergebnis ihrer Prüfungen und erstatten der MGV Bericht. Kassenprüfer dürfen nicht dem Vorstand angehören.

 

Die Art der Beschlussfassung wird vom Versammlungsleiter bestimmt. Auf Antrag mindestens eines Mitgliedes muss eine geheime Wahl durchgeführt werden.

 

Über die MGV ist ein Protokoll zu führen und ist von dem Versammlungsleiter zu unterschreiben. Das Protokoll soll Ort und Zeit der MGV, die Teilnehmerliste, die gefassten Beschlüsse und dessen Abstimmungsergebnisse enthalten.

 

§ 10  -  Schützenfest

 

Traditionsgemäß findet alljährlich das Schützenfest der Bruderschaft statt. Der Termin wird von dem Vorstand festgesetzt und das Festprogramm wird vom Vorstand der MGV

vorgestellt. Das Königsschießen leitet der/die König/in des Vorjahres ein. Ihm/Ihr folgt der Vorsitzende, anwesende Ehrengäste und sodann die Mitglieder, die mindestens das 18. Lebensjahr vollendet haben.

 

Sind mehrere Königsbewerber vorhanden, so dürfen pro Schützen nur 3 Schuss abgegeben werden. Er/Sie muss dann den nächstfolgenden Schützen schießen lassen. König/in wird, wer den Rest des Vogels von der Stange schießt. Dieses muss vom Schießwart bestätigt werden.

 

 

Der König/die Königin trägt als Zeichen seiner/ihrer Würde die Königskette. Als Erinnerung an seine/ihre Amtszeit lässt der abdankende König/Königin einen Erinnerungsorden mit Inschrift anfertigen und in die Königskette einarbeiten. Von der Bruderschaft erhält der König/die Königin als Dank für seine/ihre einjährige Regentschaft einen Erinnerungsorden. Der König/die Königin wählt seine Königin/ihren Prinzen selbst. Ehepartner sind davon ausgeschlossen.

 

Zum Thron gehören außer König und Königin mindestens vier (4) Hofherren, die vom König bestimmt werden. Die Hofherren wiederum erwählen ihre Hofdamen. Die Hofherren müssen Mitglied der Schützenbruderschaft sein. Ferner wird vom König ein Mundschenk bestellt, der ebenfalls der Bruderschaft angehören muss.

 

§ 11  -  Satzungs-  Änderung

 

Über eine Satzungs- Änderung beschließt die MGV mit 3/4-Mehrheit der erschienenen Mitglieder.

 

§ 12  -  Auflösung des Vereins

 

Über die Auflösung der Schützenbruderschaft beschließt die MGV. Zur Auflösung des Vereins, müssen in der Sitzung mindestens die Hälfte der Mitglieder des Vereins anwesend sein. Der Auflösungsbeschluss muss mit mindestens 4/5 dieser Mitgliederstimmen gefasst werden.

 

Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Vereins dem Kindergarten der Vorhelmer Kirchengemeinde St. Pankratius zu.

 

§ 13  -  Inkrafttreten

 

Diese Satzung tritt an die Stelle der alten Satzung vom 06. Oktober 1972. Sie wurde in der MGV vom 15.05.1998 mit 3/4-Mehrheit der erschienenen Mitglieder beschlossen.

 

 

Tönnishäuschen, den 26.02.1999